Bischof + Klein, Konzell – Deutschland

Projektdetails

Branchen

Luftbefeuchtung und Entfeuchtung für die Elektronikfertigung

Produkte

DRAABE PerPur, DRAABE SynPur, DRAABE HighPur, DRAABE TurboFogNeo, DRAABE HumCenter, DRAABE HumSpot, DRAABE PurControl

Technologien

Hochdruckdüsen (im Raum)

Direkte Luftbefeuchtung bei Bischof + Klein Konzell

Bischof & Klein (B&K) ist einer der führenden europäischen Komplettanbieter von flexiblen Verpackungen und technischen Folien aus Kunststoff und Kunststoffverbundstoffen. Die Produktpalette umfasst sowohl traditionelle Industrieverpackungen und hochwertige Konsumverpackungen als auch innovative Spezialfolien für technische Anwendungen. Für den Bereich Konsumverpackungen wurde der Standort Konzell mit rund 800 Mitarbeitern zu einer der größten Produktionsstätten für Hygienefolien in Europa ausgebaut. Zu den Kunden zählen namhafte Markenhersteller aus Branchen wie Hygiene, Lebensmittel und Getränke, Tiernahrung und Reinigungsmittel.

Schutz vor elektrostatischer Entladung

Um die Folien während des Produktions- und Verarbeitungsprozesses vor elektrostatischen Aufladungen zu schützen, ist eine optimale relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 Prozent für die Qualitätssicherung erforderlich. Bis 2014 setzte B+K zu diesem Zweck Umluftwäscher im Klimakanal ein, erinnert sich Martin Pritzl, der für die Gebäudetechnik am Standort Konzell verantwortlich ist: „Der Aufwand für die Gewährleistung der Hygiene war jedoch sehr hoch und konnte nur mit dem Einsatz von Bioziden erreicht werden. Darüber hinaus stellt das Umluftsystem aufgrund der Verwendung von Lösungsmitteln im Produktionsprozess ein Risiko für die Atemluft dar. Daher haben wir uns 2015 entschlossen, die Luftwäscher schrittweise außer Betrieb zu nehmen und nach einer neuen, wartungsfreundlichen und energieeffizienten Befeuchtungslösung zu suchen.“

Individuelles Design

Bei der Bewertung verschiedener Befeuchtungssysteme fiel die Wahl auf eine dezentrale Direktraumbefeuchtung mit Hochdruckdüsen. „Uns war es wichtig, dass der Energieverbrauch so gering wie möglich gehalten wird und das Raumklima zusätzlich von einem Kühleffekt profitiert. Die Hygiene und Sicherheit des Systems mussten unbedingt durch eine dokumentierte Zertifizierung nach VDI 6022 Teil 6 mit regelmäßiger Rezertifizierung durch den Hersteller nachgewiesen werden“, erklärt Martin Pritzl den Entscheidungsprozess. Seit 2016 sind in Konzell die Hochdruckdüsensysteme Draabe TurboFogNeo und DI Flex im Einsatz. Die Anlagentypen für die vier Produktionsbereiche Extrusion, Druck, Laminierung und Veredelung sind individuell auf die unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten und Feuchtigkeitsanforderungen abgestimmt. In allen Bereichen wird die Luftfeuchtigkeit durch digitale Steuergeräte in definierten Befeuchtungszonen präzise geregelt. Das mehrstufige System zur Wasseraufbereitung und das Full-Service-Wartungskonzept garantieren eine gleichbleibende Hygiene in der Direktraumbefeuchtung: Sowohl die systemeigene Wasseraufbereitung als auch die Hochdruckpumpe des Systems sind in transportablen Containern untergebracht, die alle sechs Monate zur Wartung ausgetauscht werden. „Dieses Wartungskonzept ist sehr gut durchdacht, gibt uns maximale Sicherheit und spart uns gleichzeitig viel Arbeit“, kommentiert Martin Pritzl den Service.

Kühlen zu geringen Kosten

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Hochdruckdüsensystem hat B+K in Konzell zwischen 2017 und 2020 sein Befeuchtungssystem für alle Produktionsbereiche kontinuierlich erweitert. Für den Bereich der Folienherstellung wurde ein zusätzlicher Vorteil des direkten Raumluftbefeuchtungssystems von Draabe effizient genutzt, erklärt Pritzl: 'Die Extrudermaschinen erzeugen mit einer elektrischen Leistung von 110–120 kW eine erhebliche Menge an Abwärme, die eine ganzjährige Kühlung erforderlich macht. Durch die Kaltwasser Verdunstung des Befeuchtungssystems können wir die Temperatur von 28 °C mit sehr geringem Energieaufwand um durchschnittlich 2 bis 3 °C senken. Möglich wird dies durch Adiabate Verdunstungskühlung.

Der Kühleffekt entsteht, wenn die Verdunstung des kalten Wassers aus der Umgebungsluft erfolgt. Der Zustandswechsel von flüssig zu gasförmig erfordert Energie, die der Luft in Form von Wärme entzogen wird. Dieser Kühleffekt führt zu einer außergewöhnlich wirtschaftlichen Senkung der Raumtemperatur: 100 Liter Wasser aus dem Hochdruck-Düsenbefeuchtungssystem nehmen etwa 70 kW Wärme auf und benötigen dabei nur 0,6 kW Strom. Neben den Einsparungen bei der Kühlung erfordert die Direktraumbefeuchtung im Vergleich zur zentralen Befeuchtung über die Lüftungsanlage keine zusätzliche Heizung. Für Martin Pritzl war dies ein weiterer entscheidender Faktor für das Draabe-System: „Im Gegensatz zur Kaltdampfbefeuchtung über die Lüftungsanlage muss die zu befeuchtende Zuluft nicht erwärmt werden. Das spart erhebliche Kosten bei der Auslegung des Heizregisters und im Betrieb.“

Mehrwert während der Pandemie

Dass eine höhere Luftfeuchtigkeit nicht nur vor statischer Elektrizität schützt und für eine energieeffiziente Kühlung sorgen kann, wurde B+K zu Beginn der Pandemie klar: Informiert über den Zusammenhang zwischen trockener Luft und der Verbreitung von Viren in Innenräumen, erhöhte die Gebäudetechnikabteilung in Abstimmung mit der B+K-Geschäftsführung die relative Luftfeuchtigkeit auf 55 Prozent. Studien zeigen, dass die Aufrechterhaltung einer Mindestluftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent das Übertragungsrisiko für viele Atemwegsinfektionen verringert. Ein Grund dafür ist, dass virushaltige Aerosole bei höherer Luftfeuchtigkeit kürzer in der Luft schweben bleiben. Außerdem trocknen die Schleimhäute der Atemwege weniger aus, sodass sie Krankheitserreger aus der Luft besser filtern können. Für Martin Pritzl ist dies nicht nur ein zusätzlicher Baustein für den Gesundheitsschutz, sondern auch ein Beweis für den Mehrwert und die Flexibilität des Systems: „Das System konnte die neuen, höheren Luftfeuchtigkeitswerte problemlos erreichen. Das ist ein weiterer Grund, warum mich unsere Direktraumbefeuchtung als technisches System seit Jahren vollkommen überzeugt.“

„Das System konnte die neuen höheren Luftfeuchtigkeitswerte ohne Probleme erreichen. Dies ist ein weiterer Grund, warum mich unsere Direktraumbefeuchtung als technisches System seit Jahren überzeugt.“

Condair in Aktion

Projekte und Referenzen

Airport Print Center (APC) der Fraport AG, Frankfurt (Deutschland)

Das Airport Print Center (APC) der Fraport AG setzt seit zwei Jahren eine zusätzliche Luftbefeuchtung ein. Die optimale Luftfeuchte beschert den Mitarbeitern ein konstant angenehmes Raumklima und verhindert Produktionsstörungen beim Druck und der Weiterverarbeitung am Standort Frankfurt.

Heidelberg, Georgia (USA)

S+P Samson GmbH, Kissing (Deutschland)

Mit einer optimalen Luftfeuchte sowohl in der Produktion als auch in der Verwaltung hat S+P Samson nicht nur die Prozesssicherheit verbessert, sondern auch die Zufriedenheit mit dem Raumklima gesteigert. Für beide Anwendungen konnte eine Direkt-Raumluftbefeuchtung nachträglich in das bestehende Gebäude eingebaut werden.

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