Als Nachfolgerin der DIN EN 15 251 zählt DIN EN 16 798-1 zu den wichtigsten technischen Regeln in der Lüftungs- und Klimatechnik. Der normative Teil sowie die vielen Tabellen im genannten Anhang enthalten alle Parameter zur Projektierung und Sicherstellung «eines gewünschten Raumklimas in Räumen, die als Aufenthaltszone für Wohn oder Arbeitszwecke genutzt werden (Büros, Sitzungsräume, Versammlungsstätten, Restaurants, Wohnräume etc.)». Die Festlegungen betreffen Vorgaben zum thermischen Raumklima (Raumtemperatur, Raumluftfeuchte), zur Raumluftqualität (Mindest-Aussenluttvolumenströme, CO,-Grenzwerte in der Raumluft) sowie zur Beleuchtung und Raumakustik. Dazu wurden in der Norm neue Kategorien der Raumqualität IEQ (Indoor Environment Quality) mit den Klassen I (hoch), II (Standard) und III (moderat) eingeführt.
Das bedeutet: Bauherr, Fachplaner und Architekt können sich für ihr Projekt bezüglich des gewünschten Raumklimas stets für eine Raumqualität IEQ I bis IEQ III entscheiden. Aus dieser Festlegung folgen dann zum Beispiel für die Standardqualität IEQ II einzuhaltende Raumtemperaturen von mindestens 20 Grad (Winter) bis maximal 26 Grad (Sommer) und Aussenluftvolumenströme von etwa 50 m 3 /(h • Pers) bzw. eine maximale CO,-Konzentration von etwa 1000 ppm in der Raumluft.