
Condair befeuchtet eine Welt voller Schmetterlinge
Im Milwaukee Public Museum befindet sich die bemerkenswerte Ausstellung „Butterfly Vivarium“. Sie gilt als eine der beiden besten Schmetterlingsausstellungen in Nordamerika und wurde als begehbare Anlage konzipiert, in der Besucher mit den Schmetterlingen interagieren können, während sie durch die 23 Meter lange, simulierte tropische Regenwaldumgebung schlendern. In diesem Gehege fliegen eine Vielzahl von Schmetterlingsarten, die in den Dschungeln Mittel- und Südamerikas beheimatet sind, frei zwischen den Besuchern umher und lassen sich manchmal sogar auf ihnen nieder, obwohl sie diese nicht mitnehmen dürfen!
Damit die Schmetterlinge in diesem nördlichen Außenposten, wo die Natur saisonale Temperaturen zwischen etwa 38 °C und -29 °C schafft, weiterhin gedeihen können, mussten die Architekten und Umweltingenieure ein System entwickeln, das die äußeren Einflüsse ignorieren kann.

Sie mussten nicht nur die Lufttemperatur Tag und Nacht konstant bei 27 °C halten, sondern auch die Luftfeuchtigkeit im gesamten Bereich konstant bei 80 % halten, selbst wenn die Außenbedingungen die Luftfeuchtigkeit der von außen in das Gebäude gepumpten Luft beeinflussten. Außerdem musste die Luft im Inneren der Ausstellung alle 15 bis 20 Minuten vollständig umgewälzt werden, ohne dass dabei eine spürbare Brise entstand. Die Schmetterlinge leben nur wenige Wochen in ihrem fliegenden Zustand und benötigen optimale Lebensbedingungen, um zu gedeihen und sich fortzupflanzen. Genau wie die drei Bären in Goldilocks mögen sie es weder zu kalt noch zu heiß, weder zu feucht noch zu trocken, sondern „genau richtig“!

Und dann war da noch die FDA, die strenge Vorschriften für Pflanzen und Tiere hat, die aus exotischen Regionen stammen und in die USA gebracht wurden. Sie müssen sicher in Bereichen untergebracht werden, in denen sie das amerikanische Vieh oder die Vegetation nicht kontaminieren können. Die Schmetterlinge mussten in ihrem künstlichen Regenwald bleiben und durften nicht herauskommen!
Es wurde ein Entwurf ausgewählt, der all diesen ökologischen und behördlichen Anforderungen gerecht wurde. Außerdem ermöglichte er es dem Museum, das Vivarium als Schaufenster für Passanten auf der belebten Wells Street mitten in der Innenstadt zu nutzen.
Im Wesentlichen handelt es sich bei der Konstruktion um einen geschlossenen, dreiseitigen, mit doppelten Glaswänden und einem Dach versehenen Rechteckbau mit Innenmaßen von etwa 23 Metern Länge und 6 Metern Tiefe. Zwischen der inneren und äußeren Glaswand befindet sich ein etwa 2 Fuß breiter Zwischenraum, in dem sich automatische, elektronisch gesteuerte mechanische Jalousien befinden, die auf Veränderungen der Sonnenintensität reagieren. Dieser Zwischenraum wird mit Druckluft auf einer Temperatur von 80 Grad Fahrenheit gehalten, wodurch eine isolierende Hülle gegen Veränderungen der Außenumgebung entsteht, unabhängig davon, ob es draußen zu heiß oder zu kalt wird. Dadurch wird der Innenraum effektiv von allen äußeren klimatischen Einflüssen isoliert und sowohl Vereisung als auch Kondensation auf den Außen- und Innenflächen der Glaswände verhindert. Nachdem der Innenraum effektiv abgeschirmt war, konzentrierte man sich nun auf die Heizungs-, Klima- und Befeuchtungssysteme, die die Innenluft auf einem angemessenen Niveau halten sollten. Diese Geräte mussten absolut zuverlässig sein und auf jede noch so kleine Veränderung des Bedarfs reagieren, um das ganze Jahr über eine präzise und effiziente Befeuchtung zu gewährleisten.
In der Anlage wurde ein Condair-Zerstäubungsbefeuchtungssystem installiert, das 16 strategisch platzierte Düsen versorgt und steuert. Jede Düse ist individuell eingestellt, um ein gleichmäßiges Nebelmuster zu erzeugen, das für eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit im gesamten Gehäuse sorgt. Die aus Edelstahl 316 gefertigten Düsen verfügen über selbstreinigende Stifte, um den Wartungsaufwand zu minimieren. Der Timer für den Reinigungsstift ist einstellbar, um ihn an die Qualität der Wasserversorgung anzupassen. Der Nebel aus den Düsen schafft für die Museumsbesucher außerdem eine Regenwaldatmosphäre. Die Schmetterlinge werden durch einen negativen Luftdruck im Innenraum daran gehindert, den Bereich zu verlassen, da sie bei geöffneten Türen von jeder Ein- und Ausgangstür zurückgeblasen werden, wenn sie sich zu nahe daran befinden. Außerdem sind alle Zu- und Abluftanschlüsse mit einem feinmaschigen Filter versehen.

Das Condair ML-System sorgt für eine zuverlässige Hochdruckvernebelung und gleichmäßige Feuchtigkeitsregulierung und schafft so die ideale tropische Umgebung für das Schmetterlingshaus des Museums.






