Autor: Werner Adler

Leiter Marketing & Kommunikation

Die Wichtigkeit einer optimalen Luftfeuchte im Spitalbereich

In Krankenhäusern ist die Luftqualität kein nebensächliches Detail, sondern ein entscheidender Faktor für die Gesundheit der Patienten, die Sicherheit der Geräte und das Wohlbefinden des Personals. Unter den grundlegenden Parametern der Innenraumluft spielt die relative Luftfeuchtigkeit eine oft unterschätzte Rolle. Eine korrekte Befeuchtung, die in einem optimalen Bereich (in der Regel zwischen 40 % und 60 %) gehalten wird, trägt dazu bei, Infektionen vorzubeugen, empfindliche Geräte zu schützen und einen angemessenen Komfort zu gewährleisten.

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Die Bedeutung der Luftbefeuchtung variiert jedoch, je nach Spitalbereich. Sehen wir uns im Detail an, welche Vorteile sich daraus für Ärzte, Patienten und Krankenkassen ergeben.

Operationssäle

Operationssäle erfordern extrem kontrollierte Umgebungsbedingungen. Hier ist die Luftfeuchtigkeit nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der klinischen Sicherheit.

  • Infektionskontrolle: Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigt die Suspension von Partikeln und Mikroorganismen in der Luft und erhöht das Risiko postoperativer Infektionen. Im Gegensatz dazu reduziert ein angemessener Feuchtigkeitsgehalt die von der Luft transportierte Keimbelastung.
  • Reduzierung elektrostatischer Aufladungen: In sehr trockenen Räumen steigt das Risiko elektrostatischer Entladungen, welches die ordnungsgemässe Funktion chirurgischer Instrumente beeinträchtigen kann.
  • Komfort für das Operationsteam: Chirurgen und Pflegepersonal verbringen viele Stunden im Operationssaal; eine ausgewogene Luftqualität reduziert die Ermüdung der Atemwege und Augenreizungen.

Räume mit teuren Geräten (CT, MRT, Bildgebungsserver)

Fortschrittliche Diagnosegeräte stellen Millioneninvestitionen dar. Hier ist die Stabilität des Mikroklimas entscheidend.

  • Elektronischer Schutz: Zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann elektrostatische Entladungen begünstigen, die elektronische Bauteile beschädigen; zu hohe Luftfeuchtigkeit hingegen begünstigt Kondensation und Korrosion.
  • Diagnostische Genauigkeit: Bildgebungssysteme erfordern konstante Umgebungsbedingungen, um die Genauigkeit der Messungen zu gewährleisten.• Reduzierung der Wartungskosten: Die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit bedeutet weniger Ausfälle und eine längere Lebensdauer der Geräte.
  • Reduzierung der Wartungskosten: Die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit bedeutet weniger Ausfälle und eine längere Lebensdauer der Geräte.

Laboratorien

In Analyse- und Forschungslaboratorien hat die Feuchtigkeitskontrolle Auswirkungen sowohl auf die Qualität der Proben als auch auf die Mitarbeiter.

  • Unversehrtheit der Proben: Viele Reagenzien und biologische Präparate reagieren empfindlich auf Austrocknung oder Kondensation. Eine stabile Umgebung verhindert Veränderungen, die die Ergebnisse verfälschen könnten.
  • Schutz der Labor Geräte: Mikroskope, Zentrifugen und Sequenzierer benötigen kontrollierte Bedingungen, um eine konstante Leistung zu gewährleisten.
  • Sicherheit des Personals: Durch die Verringerung der Flüchtigkeit von Chemikalien oder Stäuben trägt die Luftfeuchtigkeit zu einer sichereren Arbeitsumgebung bei und wirkt sich sowohl auf die Qualität der Proben als auch auf das Personal aus.

Patientenzimmer

Die Patientenzimmer sind das Herzstück des Krankenhauses, und die Luftbefeuchtung hat hier einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden und die Genesung.

  • Vorbeugung von Atemwegsinfektionen: Zu trockene Schleimhäute verlieren ihre Barrierefunktion und erleichtern die Übertragung von Viren und Bakterien.
  • Komfort und Schlaf: Richtig befeuchtete Luft fördert einen erholsamen Schlaf, der für die Genesung unerlässlich ist.
  • Reduzierung von Haut- und Augenreizungen: insbesondere bei den empfindlichsten Patienten, wie älteren Menschen oder Kindern.
  • Unterstützung bei Therapien: Patienten, die einer Sauerstofftherapie oder mechanischen Beatmung unterzogen werden, profitieren erheblich von richtig befeuchteter Luft, die Schäden an den Atemwegen reduziert.

Gemeinschaftsräume (Eingang, Anmeldung, Warteräume, Cafeteria)

Auch in nicht rein klinischen Bereichen ist eine optimale Luftfeuchtigkeit von grosser Bedeutung.

  • Allgemeines Wohlbefinden: Angenehme Luft reduziert den Stress für Patienten und wartende Angehörige.
  • Image des Krankenhauses: Angenehme und moderne Räumlichkeiten verbessern die Wahrnehmung der Gesamtqualität der Einrichtung.
  • Gesundheit der Besucher: Die Verringerung der Verbreitung von Grippe- und Atemwegsviren an überfüllten Orten ist ein direkter Vorteil für die Gemeinschaft.

Fazit

Eine optimale Luftfeuchte in Krankenhäusern ist kein Luxus, sondern ein strategischer Faktor, der sich gleichzeitig auf die Sicherheit im Krankenhaus, die Qualität der Pflege, die Effizienz der Verwaltung und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit auswirkt. In Luftbefeuchtungslösungen zu investieren bedeutet, Patienten zu schützen, die Arbeit des medizinischen Personals zu unterstützen und die Nutzung öffentlicher und privater Ressourcen zu optimieren.

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Mit anderen Worten: Es bedeutet, das Krankenhaus in eine Umgebung zu verwandeln, die in jeder Hinsicht wirklich im Dienste der Gesundheit steht.

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