Luftbefeuchtung, Entfeuchtung                            und Verdunstungskühlung

Luftentfeuchtung und Trocknung

Luftentfeuchtung und Trocknung
für industrielle Anwendungen


Insbesondere im industriell-gewerblichen Bereich, beim Bäderbetrieb und in der Lagerhaltung sieht sich der Betreiber oft mit der dringenden Notwendigkeit zur Kontrolle der Luftfeuchte konfrontiert. Eine genau definierte Luftfeuchte in Produktionsprozessen ist die Voraussetzung für eine gleichbleibende Produktqualität. Der Einsatz von Luftentfeuchtern und Trocknern trägt zu stabilen und sicheren Produktionsprozessen bei.

Rohrleitungen, Installationen, Betriebsmittel und technische Einrichtungen werden vor Feuchteschäden geschützt. Hierdurch wird eine hohe Betriebsbereitschaft gewährleistet. Hohe Kosten infolge feuchtebedingter Sanierungsarbeiten und Produktionsausfälle werden vermieden. Im Lager- und Archivbereich schützen Luftentfeuchter wertvolle Güter vor den teuren Folgen sämtlicher Feuchteschäden, im Extremfall vor deren Zerstörung.

Luftentfeuchter dienen hier zur Verhinderung bzw. Minimierung der Wasserdampfdiffusion durch Gebäudebauteile und schützen diese somit langfristig vor ihrer Zerstörung. Hohe Folgekosten zur Gebäudesanierung werden dadurch verhindert. Kondensatbildung auf Laufwegen führt zu einer erhöhten Unfallgefahr und zu vermehrter Keimbildung. Luftentfeuchter dienen hier der Aufrechterhaltung sicherer und hygienischer Bedingungen.

Fachbroschüren zu industrieller Luftentfeuchtung



Luftentfeuchtung
in der Pharma-Industrie




Luftentfeuchtung
in Kühllagern




Luftentfeuchtung
in der Elektro-Industrie




Luftentfeuchtung in der Lebensmittel-Industrie



Luftentfeuchtung
in der Getränke-Industrie


Methoden zur Luftentfeuchtung und Trocknung


Zur Luftentfeuchtung werden im Wesentlichen zwei Verfahren angewendet:

Trocknung durch Sorption:
Adsorption des in der feuchten Luft enthaltenen Wasserdampfes an hygroskopischen Oberflächen (Silicagel-Rotor). Die vorliegende Broschüre behandelt ausschließlich Entfeuchtungs- und Trocknungslösungen von Stand-Alone-Geräten, daher findet die Entfeuchtung über kaltwassergespeiste Oberflächenkühler, wie sie in RLT-Anlagen zum Einsatz kommen, keine weitere Erwähnung.

Luftentfeuchtung durch Kondensation:
Hierbei erfolgt eine Abkühlung der feuchten Luft unter den Taupunkt, indem der Luftstrom über die kalte Oberfläche eines Wärmetauschers geführt wird (Verdampfer eines Kältekreises).

Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die Betriebscharakteristika und Einsatzempfehlung der beiden Systeme.

Adsorptions-Trocknung


Das hygroskopische Material nimmt Feuchtigkeit auf und führt so zu einer Trocknung des Luftstroms. Dieser Teil des Vorgangs wird Adsorptionsprozess genannt. Um die darin angelagerte Feuchtigkeit aus dem Sorptionsmittel wieder auszutreiben, wird der Adsorptionskörper anschließend mit heißer Luft in Gegenrichtung durchströmt, wodurch der heiße Luftstrom den im Adsorptionskörper gebundenen Wasserdampf aufnimmt. Es findet also eine Desorption statt, der entsprechende Prozess wird als Regeneration bezeichnet.

Bei einem Adsorptionstrockner besteht das Sorptionsmaterial meist aus einem hoch hygroskopischen Silikagel, welches fest in einem, sich langsam drehenden Rotor eingebettet ist, der kontinuierlich zwischen zwei getrennten, gegenläufigen Luftströmen rotiert. Im Adsorptionsbereich des Rotors wird der feuchte Luftstrom getrocknet. Im Regenerationsbereich wird die im Sorptionsmaterial gespeicherte Feuchtigkeit durch den heißen Luftstrom ausgetrieben und von diesem wieder aufgenommen. Da das Funktionsprinzip auf Sorption, also einem weitgehend temperaturunabhängigen Prozess und nicht etwa auf Kondensation beruht, sind Adsorptionstrockner besonders bei tiefen Temperaturen zu empfehlen. Zudem lassen sich durch Adsorptionstrockner auch besonders niedrige Feuchtewerte erreichen, wie sie zum Beispiel in der Pharmaindustrie benötigt werden.

> zur Produktseite: Adsorptions-Trocknung
Funktionsprinzip

Kondensations-Luftentfeuchtung


Condair Industrie-Kondensationluftsentfeuchter der Baureihe DC kommen in vielfältigen Anwendungen in der Industrie, im Gewerbe und in Lagern zum Einsatz. Der Prozess der Luftentfeuchtung basiert auf einem Kälteprozess. Dabei wird von der Kältemaschine eine niedrige Temperatur erzeugt, durch die der Wasserdampf aus der Luft kondensiert und die Luft somit entfeuchtet wird.

Die Condair Kondensationsluftentfeuchter sind vielfältig und kundenspezifisch konfigurierbar. Bereits die zehn Standardausführungen decken mit Entfeuchtungsleistungen von 75 bis 930 l/24 h bei Luftvolumenströmen von 800 bis 8.500 m³/h ein breites Einsatzspektrum ab. Eine freistehende Montage oder der mobile Einsatz sind ebenso möglich wie der Anschluss an ein Luftleitungsnetz zur optimalen Verteilung der getrockneten Luft im Raum. Dadurch kann auch die Feuchte in sehr großen Objekten mit nur einem oder wenigen Geräten reguliert werden. Hinzu kommen Geräteausführungen und Baureihen zur Wand-, Hinterwand- und zur Deckenmontage sowie mit externer Wärmeabfuhr und für niedrige Temperaturen.

Für den Einsatz in temperatursensiblen Bereichen eignen sich Sonderausführungen mit Außenkondensatoren. Hierbei wird die Kondensationswärme der Luftentfeuchter über einen externen Verflüssiger abgeführt, wodurch Schwankungen der Raumtemperatur, die durch den Betrieb des Entfeuchters entstehen können, ausgeschlossen werden. Die Regelung aller DC-Luftentfeuchter auf den Sollbetrieb erfolgt vollautomatisch über Mikroprozessoren.

> zur Produktseite: Kondensations-Luftentfeuchter
Funktionsprinzip